»Südafrika heute – Probleme und Perspektiven«

Einundzwanzig Jahre nach den ersten freien, demokratischen Wahlen steht Südafrika vor großen Herausforderungen, um Nelson Mandelas Vision von einer einheitlichen, nicht rassistischen Gesellschaft zu verwirklichen. Trotz einiger erfolgsversprechender Entwicklungen sind die Zukunftsaussichten eher ernüchternd. Der Abstand zwischen Armen und Reichen ist der größte weltweit und er wächst weiter. Die Wirtschaft stottert, das staatliche Haushaltdefizit wächst, das Bildungssystem ist schlecht, und seit einigen Monaten schafft es der staatliche Stromkonzern Eskom nicht, genügend Strom zu produzieren. In Südafrika gehen ab und zu die Lichter aus.

Auch im „neuen“ Südafrika bleiben die Ärmsten der Armen außen vor. In den von der Apartheid geschaffen Townships hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten nicht viel geändert. Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Drogenkonsum bestimmen den Alltag.

Die New World Foundation ist eine südafrikanische Non Profit Organisation angesiedelt im berüchtigten Township Lavender Hill in den Cape Flats 30 km außerhalb von Kapstadt. Mit der Vision, eine neue Welt aus Hoffnung, Gerechtigkeit und Frieden zu bauen, setzt sie sich seit 1980 für die Armen und Ausgegrenzten mit vielfältigen Programmen ein. Die Organisation wird seit Beginn der Gründung aus Deutschland unterstützt, vor allem von Gemeinden der Evangelisch-Reformierten Kirche und anderen Institutionen der Evangelischen Kirche.

Marius Blümel, Diplom-Pädagoge und Mitarbeiter des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche, der zur New World Foundation entsandt wurde, berichtet von der Arbeit der Organisation und seinen persönlichen Erfahrungen aus dem Alltag Südafrikas.

Veranstalter: Aktionzentrum 3. Welt Osnabrück und Evangelisch-reformierte Gemeinde Osnabrück

Do., 17. September
19.30 Uhr  
Gemeindehaus Bergkirche
Bergstraße 16
49076 Osnabrück
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